• Einschaltstroeme Beleuchtung

    From Gerhard Strangar@2:240/2188.575 to Alle on Sat Nov 5 16:58:17 2022
    High,

    Ich musste bei einem Geraet mit eingebauter Gluehlampe eine Sicherung tauschen und frage mich gerade, ob die Sicherung mit LED-Lampe eher schmilzt.
    Sicherung ist 250V, 1 A traege und vorgesehen war eine 40 W Gluehlampe. Jetzt hat die kalte Gluehlampe ja einen viel hoeheren Einschaltstrom und ich vermute, das hat die Sicherung zerstoert, denn der relativ kleine Motor laeuft einwandfrei. Wenn ich statt einer Gluehlampe eine LED-Lampe mit E14-Gewinde einsetze, muss ich dann damit rechnen, dass die als kapazitive Last den 50-fachen Nennstrom als Einschaltstrom zieht gegenueber der Gluehlampe mit nur zehnfachem?



    Tschoe mit Oe
    Gerhard
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  • From Torsten Bamberg@2:240/5832 to Gerhard Strangar on Sun Nov 6 00:05:24 2022
    Hallo Gerhard!

    05.11.2022 16:58, Gerhard Strangar schrieb an Alle:

    Ich musste bei einem Geraet mit eingebauter Gluehlampe eine Sicherung tauschen und frage mich gerade, ob die Sicherung mit LED-Lampe eher schmilzt. Sicherung ist 250V, 1 A traege und vorgesehen war eine 40 W Gluehlampe. Jetzt hat die kalte Gluehlampe ja einen viel hoeheren Einschaltstrom und ich vermute, das hat die Sicherung zerstoert, denn
    der relativ kleine Motor laeuft einwandfrei. Wenn ich statt einer Gluehlampe eine LED-Lampe mit E14-Gewinde einsetze, muss ich dann
    damit rechnen, dass die als kapazitive Last den 50-fachen Nennstrom
    als Einschaltstrom zieht gegenueber der Gluehlampe mit nur zehnfachem?
    So ganz verstehe ich Deinen Ansatz nicht.

    E14 Glhlampe - 40W - ca 400 Lumen
    E14 LED - 3W - ca 400 Lumen

    Zudem jede LED-Lampe mit einer Elektronik zur Spannungs- und Strombegrenzung ausgestattet sein muss. Ansonsten funktionieren die eingebauten einzelnen LED's nur extrem kurz. Systemisch bedingt kann eine LED keinen h”heren Strom beim einschalten haben, es ist und bleibt halt eine Diode. Die hat eine Durchschaltspannung, und ab dieser fliesst Strom, und sie leuchtet ber die Emitter-Fl„che.

    Bei einer LED ist kein Glhwendel und auch kein Motor verbaut.

    Tschoe mit Oe
    Gerhard
    Bye/2 Torsten

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  • From Gerhard Strangar@2:240/2188.575 to Torsten Bamberg on Sun Nov 6 06:29:18 2022
    Am 06 Nov 22 00:05:24 schrob Torsten Bamberg an Gerhard Strangar zum Thema <Einschaltstroeme Beleuchtung>

    So ganz verstehe ich Deinen Ansatz nicht.

    E14 Gluehlampe - 40W - ca 400 Lumen
    E14 LED - 3W - ca 400 Lumen

    Zudem jede LED-Lampe mit einer Elektronik zur Spannungs- und Strombegrenzung ausgestattet sein muss. Ansonsten funktionieren die eingebauten einzelnen LED's nur extrem kurz. Systemisch bedingt kann
    eine LED keinen hoeheren Strom beim einschalten haben, es ist und bleibt halt eine Diode. Die hat eine Durchschaltspannung, und ab dieser fliesst Strom, und sie leuchtet ueber die Emitter-Flaeche.

    Da ist aber ein Netzteil im Sockel integriert. Du bist auf der Sekundaerseite, mir geht es um die Primaerseite.

    Bei einer LED ist kein Gluehwendel und auch kein Motor verbaut.

    Ich hatte bei einer Maschine mit Beleuchtung die Sicherung getauscht und sowohl der Motor als auch seine Steuerung sind in Ordnung, weshalb ich vermute, dass die eingebaute Lampe die Sicherung mit ihrem Einschaltstrom hat schmelzen lassen.
    Und die Frage ist nicht, wie sich eine Diode verhaelt, wenn man Spannung in Durchlassrichtung anlegt, sondern wie sich das Netzteil verhaelt, das idealerweise eine Stromquelle ist. Und die grossen "elektronischen Trafos" fuer LEDs sind kapazitive Lasten, also wohl auch das kleine Netzteil im Sockel.
    Und wenn ich jetzt die Gluehlampe mit zehnfachem Einschaltstrom ansetze, bin ich mit 400 W bei fast dem zweifachen Nennstrom der Sicherung. Ich haette eine LED-Lampe mit 8 W, wenn ich 50-fachen Einschaltstrom ansetze, waere ich auch bei 400. Nur ist das halt einfach geraten.



    Tschoe mit Oe
    Gerhard
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  • From Kai Richter@2:240/77 to Gerhard Strangar on Tue Nov 8 11:49:54 2022
    Grüß Dich, Gerhard!

    Am 06 Nov 22, Gerhard Strangar schrieb an Torsten Bamberg:

    Ich hatte bei einer Maschine mit Beleuchtung die Sicherung getauscht
    und sowohl der Motor als auch seine Steuerung sind in Ordnung,

    Was ist das für eine Steuerung, elektrisch oder elektronisch und wie alt ist das Gerät?

    weshalb ich vermute, dass die eingebaute Lampe die Sicherung mit
    ihrem Einschaltstrom hat schmelzen lassen.

    Hast Du mitbekommen wann genau die Sicherung durch ist? In welchem Betriebszustand?

    Ich bin gespannt zu welchem Ergebnis ihr kommt. Da ich von LED in E14 Fassungen keine Ahnung habe, würde ich zunächst eher ein Problem in einer Motorsteuerung vermuten.

    Tschuess

    Kai

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  • From Gerhard Strangar@2:240/2188.575 to Kai Richter on Tue Nov 8 19:27:16 2022
    Am 08 Nov 22 11:49:54 schrob Kai Richter an Gerhard Strangar zum Thema <Einschaltstroeme Beleuchtung>

    Ich hatte bei einer Maschine mit Beleuchtung die Sicherung getauscht
    und sowohl der Motor als auch seine Steuerung sind in Ordnung,
    Was ist das fuer eine Steuerung, elektrisch oder elektronisch und wie alt ist das Geraet?

    Elektronisch und aus den 90ern.

    weshalb ich vermute, dass die eingebaute Lampe die Sicherung mit
    ihrem Einschaltstrom hat schmelzen lassen.
    Hast Du mitbekommen wann genau die Sicherung durch ist? In welchem Betriebszustand?

    Ich kann nur sagen, dass der Motor nicht gelaufen sein kann und vermute, dass das Einschalten des Lichts der Ausloeser war. Aber mit einer neuen Sicherung laeuft jetzt erst einmal wieder alles.



    Tschoe mit Oe
    Gerhard
    ---
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  • From Gerrit Kuehn@2:240/12 to Gerhard Strangar on Tue Nov 8 20:46:54 2022
    Hello Gerhard!

    05 Nov 22 16:58, Gerhard Strangar wrote to Alle:

    Sicherung ist 250V, 1 A traege und vorgesehen war eine 40 W
    Gluehlampe. Jetzt hat die kalte Gluehlampe ja einen viel hoeheren Einschaltstrom und ich vermute, das hat die Sicherung zerstoert, denn
    der relativ kleine Motor laeuft einwandfrei. Wenn ich statt einer Gluehlampe eine LED-Lampe mit E14-Gewinde einsetze, muss ich dann
    damit rechnen, dass die als kapazitive Last den 50-fachen Nennstrom
    als Einschaltstrom zieht gegenueber der Gluehlampe mit nur
    zehnfachem?

    Grundsätzlich ja, wobei ich bei der Glühlampe eher auf einen Faktor 15 tippen würde und bei der LED weiß man es nicht wirklich (ein Blick ins Datenblatt könnte helfen). Aber: Bei der Glühlampe reden wir über einen Zeitraum von einigen 10ms, während das bei der LED nur wenige Mikrosekunden sein sollten (bis der Inrush der Kondensatoren durch ist - das Aufheizen eines Wolframdrahtes dauert viel länger). Das ist einer klassischen Schmelzsicherung (bzw. dem Schmelzintegral) auf dieser Zeitskala vermutlich eher egal, zumal es ja die träge Variante ist. Im Schmelzintegral steht der Strom quadratisch 'drin, die Zeit linear. Selbst wenn ich da einen Faktor (100/15)^2 als Unterschied ansetze, ist das noch weniger als ein Faktor 50 netto, was durch die viel kürzere Zeit locker wettgemacht werden sollte.


    Regards,
    Gerrit

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  • From Torsten Bamberg@2:240/5832 to Gerrit Kuehn on Thu Nov 10 00:43:57 2022
    Hallo Gerrit!

    08.11.2022 20:46, Gerrit Kuehn schrieb an Gerhard Strangar:

    Grunds„tzlich ja, wobei ich bei der Glhlampe eher auf einen Faktor 15 tippen wrde und bei der LED weiá man es nicht wirklich (ein Blick ins Datenblatt k”nnte helfen). Aber: Bei der Glhlampe reden wir ber
    einen Zeitraum von einigen 10ms, w„hrend das bei der LED nur wenige Mikrosekunden sein sollten (bis der Inrush der Kondensatoren durch ist
    - das Aufheizen eines Wolframdrahtes dauert viel l„nger). Das ist
    einer klassischen Schmelzsicherung (bzw. dem Schmelzintegral) auf
    dieser Zeitskala vermutlich eher egal, zumal es ja die tr„ge Variante
    ist. Im Schmelzintegral steht der Strom quadratisch 'drin, die Zeit linear. Selbst wenn ich da einen Faktor (100/15)^2 als Unterschied ansetze, ist das noch weniger als ein Faktor 50 netto, was durch die
    viel krzere Zeit locker wettgemacht werden sollte.

    Rise Time 10ms at 95% load, typical
    Dies sind die blichen Angaben der Schaltnetzteile fr LED-Lasten.
    Allerdings ist die Diskussion rein akademischer Natur, da LED-Leuchtmittel systembedingt beim Einschalten ber eine Strombegrenzung verfgen mssen.
    Ohne diese Strombegrenzung, gleich welcher Schaltungsform, wrde sich das LED-Array zerst”ren, da die Spannungsbegrenzung noch nicht stabil ist.

    Der Grund:
    Standart LED, 5mm : I=20mA
    Durchschaltspannung min: 1.6 Volt
    Durchschaltspannung typ: 2,1 Volt
    Durchschaltspannung max: 2,65 Volt

    Lt. Tabelle, 'Eska Schmelzsicherungen Typ flink' ben”tigt diese einen Strom von 6,3 Ampere ber mindestens 50 ms.

    Eine E14-LED mit 6,3 Ampere belastet, h„lt das vebaute LED Array maximal 4-10uS bis zur Zerst”rung.

    Also eine akademische Diskussion.

    Wenn irgendwo ein Sicherung rausfliegt, ist kein LED-Leuchtmittel involviert. Und wenn 230 V AC auf ein LED-Leuchtmittel durch einen Defekt im Netzteil durchkommen, h”rt man das deutlich mit einem 'Peng' und wild umherfliegenden Teilen. Aber auch dann l”st keine handelsbliche Sicherung aus.

    Ich denke, ich hatte den akademischen Faktor dieser Diskussion schon geschildert, oder? ;-))))

    Regards,
    Gerrit
    Bye/2 Torsten

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  • From Torsten Bamberg@2:240/5832 to Gerhard Strangar on Thu Nov 10 01:16:17 2022
    Hallo Gerhard!

    08.11.2022 19:27, Gerhard Strangar schrieb an Kai Richter:

    Ich kann nur sagen, dass der Motor nicht gelaufen sein kann und
    vermute, dass das Einschalten des Lichts der Ausloeser war. Aber mit
    einer neuen Sicherung laeuft jetzt erst einmal wieder alles.
    Dann hast du entweder das Perpedum-Mobile oder ein Warp-Verfahren gefunden.
    ;-)

    Siehe meine Mail an Gerrit, ein LED-Leuchtmittel kann systemisch bedingt nicht Ausl”ser einer Sicherung sein.

    Tschoe mit Oe
    Gerhard
    Bye/2 Torsten

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  • From Kai Richter@2:240/77 to Gerhard Strangar on Thu Nov 10 00:40:36 2022
    Tag Gerhard!

    Am 08 Nov 22, Gerhard Strangar schrieb an Kai Richter:

    Was ist das fuer eine Steuerung, elektrisch oder elektronisch und
    wie alt ist das Geraet?

    Elektronisch und aus den 90ern.

    Könnte das eine Elektronik sein, welche den Anlaufstrom begrenzt?
    Falls ja, dann wäre Alterung vielleicht auch ein Thema?

    Wenn die Sicherung dauernd fast ausgereizt wird, dann könnte die doch auch Stück für Stück einen Weg bekommen und irgendwann mal nachgeben.

    Tschuess

    Kai

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    * Origin: Das Leben, das Universum, und der Rest... (2:240/77)
  • From Gerrit Kuehn@2:240/12 to Torsten Bamberg on Thu Nov 10 19:25:53 2022
    Hello Torsten!

    10 Nov 22 00:43, Torsten Bamberg wrote to Gerrit Kuehn:

    ansetze, ist das noch weniger als ein Faktor 50 netto, was durch die
    viel kürzere Zeit locker wettgemacht werden sollte.

    Rise Time 10ms at 95% load, typical
    Dies sind die üblichen Angaben der Schaltnetzteile für LED-Lasten.

    Hast Du da mal einen Link? Bezieht sich das auf das Netzteil selbst (ohne Last) oder mit Last? Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wo da Zeiten im Millisekundenbereich herkommen sollten.

    Allerdings ist die Diskussion rein akademischer Natur, da LED-Leuchtmittel systembedingt beim Einschalten über eine
    Strombegrenzung verfügen müssen.

    Das ist hier nicht das Problem. Der hohe Einschaltstrom entsteht durch den Inrush der Kondensatoren im Netzteil. Das wird von keiner Strombegrenzung des Leuchtmittels aufgehalten.

    Ohne diese Strombegrenzung, gleich welcher Schaltungsform, würde sich
    das LED-Array zerstören, da die Spannungsbegrenzung noch nicht stabil ist.

    Ja, alles richtig. Ich denke aber, daß der relevante Strom gar nicht erst im Leuchtmittel versenkt wird, sondern eben für das Anlaufen des Schaltnetzteils weggeht. Das gleiche Problem hast Du in viel schlimmer, wenn Du Schaltnetzteil für Computer ans Netz bringst (und auch dafür muß der jeweilige Rechner noch nicht einmal eingeschaltet werden - Einstecken des Netzteils reicht völlig).

    Wenn irgendwo ein Sicherung rausfliegt, ist kein LED-Leuchtmittel involviert.

    Da sind wir uns auf jeden Fall einig. ;)


    Regards,
    Gerrit

    ... 7:25PM up 233 days, 1:31, 7 users, load averages: 0.53, 0.43, 0.36

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    * Origin: Tall orders to fulfil (2:240/12)
  • From Torsten Bamberg@2:240/5832 to Gerrit Kuehn on Thu Nov 10 23:53:08 2022
    Hallo Gerrit!

    10.11.2022 19:25, Gerrit Kuehn schrieb an Torsten Bamberg:

    Rise Time 10ms at 95% load, typical
    Dies sind die blichen Angaben der Schaltnetzteile fr
    LED-Lasten.
    Hast Du da mal einen Link? Bezieht sich das auf das Netzteil selbst
    (ohne Last) oder mit Last? Ich kann mir berhaupt nicht erkl„ren, wo
    da Zeiten im Millisekundenbereich herkommen sollten.
    Naja, der Taktgenerator und der Hystereseaufbau im Trafo dauert halt einen Moment.

    =##= Anfang "link.txt" =##= https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D400/ELG-150-3W.pdf
    =##= Ende "link.txt" =##=

    Allerdings ist die Diskussion rein akademischer Natur, da
    LED-Leuchtmittel systembedingt beim Einschalten ber eine
    Strombegrenzung verfgen mssen.
    Das ist hier nicht das Problem. Der hohe Einschaltstrom entsteht durch
    den Inrush der Kondensatoren im Netzteil. Das wird von keiner Strombegrenzung des Leuchtmittels aufgehalten.
    Unstrittig. Ich habe dazu aktuell keine Daten vorliegen. Gesch„tzt ist dieser Ladestrom beim Einschalten von obigem 12V 10A Netzteil bei 2/3 Ampere auf 5-10uS. Ich habe als Gartenbeleuchtung (sigh- Stromsparen ist was anderes..) obige Netzteile 3mal samt 60 meter LED-Stripes verbaut. Die Shellys zeigen keinerlei Reaktion im Messprotokoll beim Einschalten der Netzteile. Gut, die interne Energiemessung der Shellys ist nicht gerade schnell, daher gehe ich von obigen Werten als angenommene Werte aus.

    Nun zurck zur 4 Watt E14 LED-Lampe; wenn ein 120W Schaltnetzteil kaum messbare Einschaltpeaks verursacht, verursacht ein 4W Netzteil einen 30 fach geringeren Einschaltpeak.
    Ein 16 A Sicherungsautomat l”st beim 2fachen Strom in 20mS-40mS aus, zumindest laut Datenblatt. Bei der Feinsicherung verh„lt es sich „hnlich.

    Betrachte ich nun die Faktoren Zeit und Energiemenge, komme ich beim besten Willen nicht auf das Ausl”sen der Sicherung durch Einschalten einer 4W LED Lampe. Auch wenn das Netzteil in der 4W LED durchbrennt, zerst”rt es in 1uS die gesamten LED's, und auch in diesem Fall l”st eine Sicherung einfach durch die extrem kurzen Zeiten nicht aus.

    Skalieren wir dieses Szenario mal hoch.
    16A ABB Sicherungsautomat, 2 facher Strommenge 20ms ~ 7040W bei 20mS
    Um den Sicherungsautomaten auszul”sen br„uchte es 1760 4W LED E14 Lampen, die gleichzeitig eingeschaltet werden, wenn man Kabell„ngen, Spannungsverhalten Toleranzen und Schaltverschiebungen vernachl„ssigt. Kommt aber nicht hin, weil dann nur 10mS ausgelastet sind, also skalieren wir die Last auf das doppelte, also 3520 4W LED-E14 Lampen um realistisch den Sicherungsautomaten auszul”sen.

    Nehmen wir dann noch an, das die verbauten Zenerdioden schadhaft sind, zersemmelt es die 1n4001 und zerst”rt wahrscheinlich den Kerko nebst der LEDs.
    Dauert villeicht 3/5uS. Komme ich auch nicht auf 20mS zum Ausl”sen der Sicherung.

    Ergo summarum est; eine ziemlich theoretische und akademische Betrachtung eines g„nzlich unrealistischen Szenarios.

    Ohne diese Strombegrenzung, gleich welcher Schaltungsform, wrde
    sich das LED-Array zerst”ren, da die Spannungsbegrenzung noch
    nicht stabil ist.
    Ja, alles richtig. Ich denke aber, daá der relevante Strom gar nicht
    erst im Leuchtmittel versenkt wird, sondern eben fr das Anlaufen des Schaltnetzteils weggeht. Das gleiche Problem hast Du in viel
    schlimmer, wenn Du Schaltnetzteil fr Computer ans Netz bringst (und
    auch dafr muá der jeweilige Rechner noch nicht einmal eingeschaltet werden - Einstecken des Netzteils reicht v”llig).
    Das typische 'brzz' beim Einstecken des Kaltger„testeckers ist wohl jedem bekannt, der an Rechnern schrauben soll/kann/darf. Da wird extrem kurzzeitig richtig Energie transferiert. Und auch dabei ist der Energiefluá so kurz, das es nicht zum Ausl”sen einer wie auch immer gearteten Sicherung reicht.
    :-) Auch bei einem 1000 W ATX-Netzteil nicht. Selber ausprobiert, und ganz vorsichtig bei Kolink 1000 W Netzteilen geworden. Die stecke ich erst ins Netzteil, und dann in die Steckdose. Bei der klassischen Schuko ist der Funkenweg deutlich l„nger zu den Fingern als an der Kaltger„tebuchse.

    Wenn irgendwo ein Sicherung rausfliegt, ist kein LED-Leuchtmittel
    involviert.
    Da sind wir uns auf jeden Fall einig. ;)
    Danke. Dennoch scheint es, das

    - LED Lampe eingedreht,
    - Sicherung rausgeflogen

    h„ufiger ein Thema unter Laien ist.

    Alternativ, um diesen Effekt zu erreichen, kann man natrlich den Sockel mit Alufolie umwickeln, und dann die LED einschrauben. Dann fliegt jede Sicherung raus. Das ist sicher. Nicht empfehlenswert und Lebensgef„hrlich, aber zumindest kann dann reproduzierbar die Sicherung ausgel”st werden.

    ;-)

    Regards,
    Gerrit
    Bye/2 Torsten

    ... MAILBOX01: up 10d 0h 45m load: 39 proc, 171 threads (tbup1.1)
    --- GoldED+/OS2 1.1.5.22
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  • From Gerrit Kuehn@2:240/12 to Torsten Bamberg on Fri Nov 11 17:14:31 2022
    Hello Torsten!

    10 Nov 22 23:53, Torsten Bamberg wrote to Gerrit Kuehn:

    Rise Time 10ms at 95% load, typical
    Dies sind die üblichen Angaben der Schaltnetzteile für
    LED-Lasten.

    Hast Du da mal einen Link? Bezieht sich das auf das Netzteil selbst
    (ohne Last) oder mit Last? Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wo
    da Zeiten im Millisekundenbereich herkommen sollten.

    Naja, der Taktgenerator und der Hystereseaufbau im Trafo dauert halt einen Moment.

    Aber da stecken doch keine Transformatoren mit Eisenkern 'drin. Hysterese sollte sich in Grenzen halten.

    https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D400/ELG-150-3W.pdf

    Wie vermutet: die 100ms stehen da auf der Output-Seite. Daß es da solange dauert, bis was 'rauskommt, kann ich mir vorstellen. Auf der Input-Seite (und die zählt für die Sicherung) wird der Inrush aber mit 550 Mikrosekunden angegeben. Das paßt viel eher zu meinen Erwartungen.

    Das ist hier nicht das Problem. Der hohe Einschaltstrom entsteht
    durch den Inrush der Kondensatoren im Netzteil. Das wird von keiner
    Strombegrenzung des Leuchtmittels aufgehalten.

    Unstrittig. Ich habe dazu aktuell keine Daten vorliegen.

    Doch, steht doch in dem Datenblatt, das Du verlinkt hast. Und das paßt auch halbwegs zu anderen Quellen:

    https://adlt.com.sg/%EF%BB%BFled-driver-inrush-currents/

    ---
    For a typical 150W, 0.7A LED driver, Philips Model 9137012116, used in various CREE luminaires, the inrush current is stated as 130Amp for 165 Micro Seconds.
    ---

    https://lamphq.com/led-inrush-current/

    ---
    These switching power supplies generate inrush currents of up to 100 times of the nominal current. However, the extremely high current of LED lights only lasts for a few microseconds. This form of inrush current normally does not cause any problems for the tripping characteristics of the circuit breakers in the household.
    ---

    Also ich erwarte einen Inrush auf einer Zeitskala von Mikrosekunden, schlimmstenfalls vielleicht mal 1ms.

    2/3 Ampere auf 5-10uS. Ich habe als Gartenbeleuchtung (sigh-
    Stromsparen ist was anderes..) obige Netzteile 3mal samt 60 meter LED-Stripes verbaut. Die Shellys zeigen keinerlei Reaktion im Messprotokoll beim Einschalten der Netzteile.

    Natürlich nicht, dafür sind die viel zu langsam. Um das messen zu können, brächtest Du eine HF-taugli
  • From Gerhard Strangar@2:240/2188.575 to Torsten Bamberg on Thu Nov 10 07:08:43 2022
    Am 10 Nov 22 01:16:17 schrob Torsten Bamberg an Gerhard Strangar zum Thema <Einschaltstroeme Beleuchtung>

    Siehe meine Mail an Gerrit, ein LED-Leuchtmittel kann systemisch bedingt nicht Ausloeser einer Sicherung sein.

    Das habe ich ja auch erst beim Tausch der Sicherung eingesetzt.



    Tschoe mit Oe
    Gerhard
    ---
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  • From Joerg Tewes@2:240/2188.96 to Gerhard Strangar on Sun Nov 13 01:11:00 2022
    Gerhard Strangar schrub...


    Hallo Gerhard,
    Am 08 Nov 22 11:49:54 schrob Kai Richter an Gerhard Strangar zum
    Thema <Einschaltstroeme Beleuchtung>

    weshalb ich vermute, dass die eingebaute Lampe die Sicherung mit
    ihrem Einschaltstrom hat schmelzen lassen.
    Hast Du mitbekommen wann genau die Sicherung durch ist? In welchem
    Betriebszustand?

    Ich kann nur sagen, dass der Motor nicht gelaufen sein kann und
    vermute, dass das Einschalten des Lichts der Ausloeser war. Aber
    mit einer neuen Sicherung laeuft jetzt erst einmal wieder alles.

    Wenn du an der Lampe nix ver„ndert hast, kann sie nicht der Grund fr
    das schmelzen der Sicherung sein. Ansonsten máte sie die neue ja auch
    wieder schmelzen lassen.



    Freundliche Gráe

    J”rg

    --- OpenXP 5.0.56
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